Statuten

Allgemeines

Unteroffiziere und Soldaten der Kavallerie haben im Jahre 1911, anlässlich der Beerdigung von Kpl Müller im Riethof, einen Kavallerieverein ins Leben gerufen. Die Gründungsversammlung des „KAVALLERIEVEREIN HINTERTHURGAU“ fand am 15. Oktober 1911 im Gasthaus Löwen in Eschlikon statt.


I. Name, Sitz und Zweck

1. Name / Sitz
Unter dem Namen Kavallerieverein Hinterthurgau (KV HTG) besteht ein Verein im Sinne des Art. 60ff ZGB. Sitz des Vereins ist der jeweilige Wohnort des Präsidenten.

2. Zweck
Der KV HTG bezweckt die Pflege und Förderung des Reitsports in den Sparten Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren insbesondere durch:

a) Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten
b) Durchführung von Reitübungen
c) Beschickung der OKV-Kurse

Im Vordergrund steht dabei die Förderung des Verständnisses und der Liebe für das Pferd, sowie die Pflege eines kameradschaftlichen Reitgeistes.

3. Dachverband
Der Verein bildet eine Sektion des Verbandes Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine (OKV).


II. Mitglieder
4. Mitgliedschaften
Der Verein besteht aus:
a) Aktivmitgliedern
b) Passivmitgliedern
c) Juniorenmitglieder
d) Freimitgliedern
e) Ehrenmitgliedern

5. Aktivmitglieder
Als Aktivmitglied werden Reiter aufgenommen, die aktiv an den Reitübungen teilnehmen und sich verpflichten, den KV HTG durch tatkräftige Mitarbeit zu unterstützen. Ein angehendes Aktivmitglied muss vor der Aufnahme während eines Jahres mindestens 50 % der Anlässe besuchen, 18 Jahre alt sein und über die verlangten Reitfähigkeiten verfügen. Die Aufnahme erfolgt durch qualifiziertes Mehr der GV. Aktivmitglieder leisten den von der GV festgelegten Aktivmitglieder-Beitrag und haften in der maximalen Höhe des an der GV festgelegten Jahresbeitrag. Erreicht ein angehendes Aktivmitglied die verlangten Übungsbeteiligungen nicht innert zwei Jahren, so entscheidet der Vorstand über eine Verlängerung der Probezeit.

6. Passivmitglieder
Passivmitglieder sind Freunde und Gönner des Pferdesports, welche sich ohne Verpflichtungen am Vereinsgeschehen beteiligen können. Passivmitglieder haben kein Stimmrecht. Ein Passivmitglied behält jedoch das Stimmrecht, wenn es während 5 Jahren Aktivmitglied war. Passivmitglieder bezahlen den durch die GV festgelegten Passivmitgliederbeitrag.

7. Juniorenmitglieder
Als Junioren können Jugendliche ab 8. bis zum 18. Altersjahr aufgenommen werden. Mit dem Antrag zur Aufnahme als Junior haben die Eltern schriftlich zu bescheinigen, dass ihr Kind über den üblichen Versicherungsschutz (Unfall/Haftpflicht) verfügt. Der Verein bzw. die Aufsichtsperson lehnen jede Haftung ab.
Grundsätzlich bilden die Junioren innerhalb des Vereins eine eigene Sektion mit einem eigenen Tätigkeitsprogramm, das Ausbildung, Ausritte, Prüfungen, Jahreswertung usw. beinhalten kann.
Ein Mitglied der Junioren darf auch an Anlässen der Aktiven teilnehmen, sofern diese im Jahresprogramm so ausgeschrieben sind und der Junior über die entsprechenden reiterlichen Fähigkeiten verfügt.
Vereinsprüfungen: Ein Junior kann wahlweise bei den Junioren oder Aktiven an den Start gehen. Er kann aber mit dem gleichen Pferd nur in einer der beiden Kategorien teilnehmen und muss dies bei Anmeldeschluss mitteilen.
Juniorenmitglieder haben kein Stimmrecht und bezahlen den von der GV festgelegten Junioren-Mitgliederbeitrag. Ein Juniorenmitglied ist verpflichtet, seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend bei Vereinsanlässen usw. mitzuarbeiten.
Will ein Juniorenmitglied nach Vollendung des 18. Altersjahres Aktivmitglied werden, kann der Vorstand über einen direkten Übertritt zu den Aktiven entscheiden. Andernfalls gelten die Aufnahmebedingungen gemäss Punkt 5 der Statuten. Für die Juniorenabteilung zeichnet ein Vorstandsmitglied verantwortlich und gewährleistet so die Querverbindung zum Vereinsvorstand.

8. Ehrenmitglieder
Wer sich für den Verein besonders verdient gemacht hat, kann durch die GV zum Ehrenmitglied ernannt werden. Ehrenmitglieder behalten die Rechte eines Aktivmitgliedes und bezahlen keinen Mitgliederbeitrag.

9. Die Mitgliedschaft erlischt
a) durch freiwilligen Austritt, der dem Vorstand schriftlich anzuzeigen ist
b) durch Tod
c) durch Ausschluss aus dem Verein Erfolgt der Austritt nach der ordentlichen Jahreversammlung, so ist der Jahresbeitrag für das laufende Rechnungsjahr noch zu entrichten.

Der Ausschluss kann erfolgen, wenn ein Mitglied:
a) sich grober und wiederholter Verletzungen der statutarischen Verpflichtungen schuldig macht
b) den Beschlüssen und Weisungen der Vereinsorgane zuwiderhandelt
c) durch sein Verhalten und sein Auftreten das Ansehen und Interesse der Vereins schädigt.

Der Ausschluss erfolgt in jedem einzelnen Fall durch die Generalversammlung. Es ist hierfür die Zustimmung von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder erforderlich.


III. Organisation
10. Organe
Die Organe des Vereins sind:
a) Generalversammlung
b) Vorstand
c) Rechnungsrevisoren

11. Generalversammlung
Die GV ist das oberste Organ des Vereins und trifft ordentlicherweise alljährlich bis Ende März zur Erledigung der Jahresgeschäfte zusammen.

  1. Begrüssung und Appell
  2. Wahl der Stimmenzähler
  3. Protokoll Jahresbericht des Präsidenten
  4. Abnahme der Rechnung
  5. Budget und Beiträge
  6. Reittätigkeit
  7. Jahresprogramm
  8. Veranstaltungen
  9. Reitanlage Friedau
  10. Anträge von Vorstand und Mitgliedern
  11. Mutationen
  12. Wahlen / Ehrungen
  13. Verschiedenes

12. Der Vorstand
Die Leitung der Vereinsangelegenheiten wird einem Vorstand von 5-7 Mitgliedern übertragen. Er konstituiert sich aus:
a) Präsident
b) Vizepräsident
c) Kassier

Der Vorstand wird auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Jedes Aktivmitglied ist angehalten eine Wahl für eine Amtsdauer anzunehmen, sofern nicht stichhaltige Gründe dagegen sprechen.

Der Vorstand besitzt Kompetenzen für nichtbudgetierte Ausgaben bis Fr. 5’000.00 pro Jahr.

Der Präsident
führt bei Vorstandssitzungen und Versammlungen den Vorsitz, leitet gemeinsam mit den übrigen Vorstandsmitgliedern den Geschäftsgang und vertritt denselben nach aussen. Er hat alljährlich auf die Generalversammlung einen Jahresbericht auszuarbeiten, der über die Vereinstätigkeit im verflossenen Jahr Aufschluss gibt. Zudem ist er verpflichtet für jedes Vereinsjahr einen kurzen Rückblick für die Vereinschronik zu verfassen.

Der Vizepräsident
besorgt im Verhinderungsfalle des Präsidenten dessen Geschäfte.

Der Kassier
obliegt die gewissenhafte Verwaltung der Vereinskasse. Er legt der Generalversammlung die auf den 31. Dezember abgeschlossene Jahresrechnung vor. Die Rechnung ist vor der GV den Revisoren vorzulegen. Ebenfalls hat er der GV ein Budget für das kommende Vereinsjahr vorzulegen.

Der Aktuar
führt das Protokoll und besorgt in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten die Korrespondenzen und die Mitgliederlisten. Die Protokolle sind jeweils an der nächsten Generalversammlung zu verlesen oder in schriftlicher Form abgegeben.

Der technische Leiter
ist für den Reitbetrieb verantwortlich. Er organisiert und koordiniert die Reitübungen und Reitstunden.

Die Rechnungsrevisoren
haben die vom Kassier abgelegte Jahresrechnung und Belege zu prüfen und der Generalversammlung Bericht und Antrag zu stellen. Die GV wählt auf eine Amtsdauer von drei Jahren drei Rechnungsrevisoren als Kontrollstelle.

Vorstandsmitglieder haben keine Jahresbeiträge zu entrichten. Falls Sitzungsgelder ausbezahlt werden, so müssen diese im Jahresbudget durch die GV genehmigt worden sein.


IV. Reitanlage Friedau

Die vereinseigene Reitanlage Friedau umfasst den Springplatz, den Allwetterplatz sowie das Vereinshaus. Ein separates, von der GV mit einer einfachen Mehrheit zu genehmigendes, Benützungsreglement regelt Rechte und Pflichten aller Vereinsmitglieder des KV Hinterthurgau, aller Anteilscheininhaber und sämtlicher Benützer der Reitanlage Friedau.


V. Vereinstätigkeit
14. Anzahl Reitübungen
Es sind jährlich in genügender Anzahl Reitübungen oder Anlässe durchzuführen. Diese sind auf geeignete Art zu publizieren. Die Anlässe, welche für die Jahreswertung zählen, werden an der GV bestimmt.

15. Übungsteilnahme
Den erfolgreichsten Reitern wird an der Generalversammlung eine Auszeichnung abgegeben.

16. Anordnungen
Während den Reitübungen ist den Anordnungen des Übungsleiters nachzukommen. Vorzeitiges Verlassen der Reitübungen ohne Abmeldung werden für die Auszeichnung nicht gerechnet.


VI. Statutenrevision
17. Revision
Eine Revision der Statuten kann jederzeit durch die GV beschlossen werden. Zur Annahme der Statutenänderung bedarf es der Zustimmung von zwei Dritteln der stimmberechtigten Anwesenden. 


VII. Schlussbestimmungen
18. Haftung
Für sämtliche Verbindlichkeiten des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen.

19. Auflösung
Der Verein kann nur dann aufgelöst werden, wenn mindestens zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder dies beschliessen

20. Verwendung Vermögen
Bei Auflösung des Vereins entscheidet die auflösende GV über die Verwendung des Vermögens, welches einem pferdesportlichen Zweck, oder für einen solchen für bestimmte Zeit stillgelegt werden muss

21. Statuten
Jedem Stimmberechtigtem Mitglied wird ein Exemplar dieser Statuten ausgehändigt.

22. Gültigkeit
Diese Statuten treten nach Abnahme durch die GV 2014 in Kraft. Sie ersetzt diejenige vom 3. Februar 2003.

Die Aktuarin: Marianne Seiler
Der Präsident: Georges Zehnder